Archiv für Februar 2008

I like to be

To be or not to be, that is not the question. But where to be, darüber ließe sich gerne philosophieren.

Kennst Du das Land, wo die Hamburger blühn?
Du kennst es nicht? Dann musst Du dort mal hin.
Da fährt man auf dem Highway stolz und kühn,
Überholend von rechts, nur das Ziel ist der Sinn.

Fredericksburg Downtown

Seid gegrüßt aus der Ferne

Salto grammaticale

Mein ehemaliger Lateinlehrer predigte: „Wenn ihr auf eine einsame Insel geht, nehmt drei Gegenstände mit. Die Bibel, ein Lateinbuch und ein Buch eurer Wahl.“
Betrachtet man Trossingen als eine Art Insel, so ist dieser Ratschlag durchaus angemessen. Für den Fall, dass einem alle Fälle wegschwimmen. Dann nämlich möchte man das Lateinbuch keinesfalls missen.

Wir analysierten ein Werk von einem hier namentlich nicht erwähnten Komponisten, welcher über einer Phrase die Anweisung „diese Ambitusse verwenden“ notierte. In mir sträubte sich alles, doch zu helfen wusste ich mir nicht.

Ambitus – Ambitusse? Ambitussen? Ambitüsser? Mein Professor kam eilends zu Hilfe. Das sei doch klar: Ambitus, Ambitūs. Ein Hoch auf die u-Deklination!

So strichen einige Tage ins Land, bis wir von Schönberg ein Werk analysierten, welcher häufig das Intervall mit dem schönen Namen Tritonus verwendete.
Er arbeitete also mit vielen Tritonüssen! Nein, Tritonüsse wachsen nicht auf Bäumen und essen kann man sie auch nicht. „Tritoni“ schlug ein pfiffiger Geist aus unseren Reihen vor. Aber Künstler wären keine Künstler, würden sie nicht auch hier aus der Reihe tanzen. Ganz klar: ab sofort etablieren wir Tritonus, Tritonūs! Ein Hoch auf die u-Deklination!

Häufig bewegte sich Schönberg also im Ambitus des Tritonus. Da man dieses Intervall von unterschiedlichen Tönen aus ansetzen kann, nutze er folglich die Ambitūs der Tritonūs.

Wie poetisch sie doch ist, diese u-Deklination. So schrieb doch schon Heinrich Heine

Kūß, die man stiehlt im Dunkeln
Und im Dunkeln wiedergibt,
Solche Kūß wie beselgen
Sie die Seele, wenn sie liebt!

Mit herzlichen Grūß!
Ein Hoch auf die u-Deklination!

Ungewisse Untiefen

„Werden Stadt und Fluss dagegen an einem trüben Januartag von einer Kuppel aus schattenlosem Licht und langweiligem Grau überwölbt, so kenne ich keine Gewissheit, die größer sein könnte als diese: dass alles menschliche Tun nur höchst unvollkommener, geradezu lächerlich hilfloser Ausdruck eines verborgenen inneren Lebens von ungeahnter Tiefe ist, das an die Oberfläche drängt, ohne sie jemals auch nur im entferntesten erreichen zu können.“

aus Pascal Mercier „Nachtzug nach Lissabon“, München 2006, ISBN: 978-3-442-73436-8
AMADEU INÁCIO DE ALMEIDA PRADO, UM OURIVES DAS PALAVRAS, LISBOA 1975

Ein so wunderschönes Buch, dass ich es jedem empfehlen möchte, der es noch nicht gelesen hat, der noch mit dem Gedanken spielt, es lesen zu wollen, und der es unbedingt noch einmal lesen möchte!

Ritter Gluck gluck gluck

Prost! Die Zwischenprüfung ist bestanden :-)

Ritter Gluck hat mein Glück gerettet und einen historischen Tag in der Hochschulgeschichte beschrieben.

Taktarten

4/4 oder 6/8 oder 7/2, das ist doch alles hinfällig, so lange den 5-Minuten-Takt gibt. Das Notenbild stellt exemplarisch Schulmusiker etwa 6 Tage vor Prüfungstermin dar.

hochtiefs

Aber wie notiert man den 5-Minuten-Takt?  Als 300/3600-Takt? Oder als 5/60-Takt mit Viertel = 1??