“Was gleicht wohl auf Erden dem Jägervergnügen, wem sprudelt der Becher des Lebens so reich?”
Mir, oh ja, mir sprudelte er reich, dieser unersättliche Quell.
“Beim Klange der Hörner im Grünen zu liegen, den Hirsch zu verfolgen durch Dickicht und Teich,
ist fürstliche Freude ist männlich Verlangen, erstarket die Glieder und würzet das Mahl.
Wenn Wälder und Felsen uns hallend umfangen, tönt freier und freud’ger der volle Pokal.”
Denn am vergangenen Sonntag wurde das bis heute populärste Werk der deutschen Opernliteratur am Wasserschloss Glatt zur Aufführung gebracht: Carl Maria von Webers „Der Freischütz” als Inbegriff der deutschen romantischen Oper. Und ich war dabei!
Mehr als nur eine konventionelle Liebesgeschichte. Lügen, Intrigen. Versagensangst und jugendliche Unwissenheit. Der deutsche Wald, das ist unsere Heimat. Ach, er dient doch schon seit Anfang des 19. Jahrhunderts gerne als Sehnsuchtslandschaft für Märchen und Sagen der Romantik. Als Metapher für das Dunkle und Unbegreifliche der Seele.
Oh, wie habe ich den Abend genießen dürfen!
Magisch märchenhafte Momente, Liebe und Leidenschaft, Sehnsüchte und Begierden, Waldspuk und Mystik, die Faszination des Gefährlichen, Freuden, Leiden und Lebenslust - all das getragen von prächtiger romantischer Musik.
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