Laut! Es ist so laut. Wer dachte, Schule sei ein Spaziergang, vielleicht weil er selbst immer nur geschlafen hat, der irrt. Und es sind noch nicht einmal nur die etwa 900 Schüler, die soviel Krach machen. Auch im viel zu kleinen Lehrerzimmer für 62 Kolleginnen und Kollegen summt es wie in einem Wespennest. Zum Glück ist da für Praktikanten und Referendare kein Platz mehr, sodass wir mit unserem Arbeitsplatz in die angrenzende Küche mit Kaffeemaschine ausgelagert wurden. Dabei konnte ich die Kaffeemaschine noch nicht einmal selbst ausprobieren - womöglich sind wir das meistbesuchteste Zimmer. Preisen wir den Vorteil, dass jeder vorbeikommt, um uns willkommen zu heißen!
Nun also hospitiere ich, schreibe mir Methoden auf, wie man unbeugsame Schüler in den Griff bekommt und wenigstens ein paar Minuten durch geistreiche Stillarbeit für einen erlösenden Augenblick rettender Ruhe sorgt. Mein Gehör ist schon ganz wund. Aber in dieser Hinsicht bekomme ich tröstende Worte mit auf den Weg; an solche Dinge werde man sich schon gewöhnen und ich müsse dieses Stadium nicht als einzige durchlaufen.
Fortan werde ich auch Pausen in der Musik noch weit mehr zu schätzen wissen!
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