„Sie tanzte, wirbelte herum, doch ohne Rhythmus oder Anmut, eher wie das willkürliche Flattern von etwas, das sich im Wind verfangen hat. Ihre Schritte chaotisch und wirr, schienen kaum den Boden zu berühren.“
aus Kay MacCauley, „Der Pestheilige“, München 2007, ISBN: 978-3-442-46068-7
>MacCauley schreibt wie ein Engel: Diesen Roman sollte man in Ruhe genießen< meint Historical Novels Review und stößt dabei auf große Zustimmung meinerseits.
Bisweilen versucht mein Bruder mir seine gelernten Tanzschritte und Drehungen zu zeigen oder auch beizubringen. Dabei ist er nun schon mehrfach zu der Erkenntnis gekommen, dass ich unmusikalisch bin und kein Rhythmusgefühl besitze. Ob er da Recht behält, bleibt unkommentiert, doch das Buch macht mir Mut.
„Als sie zu singen begann, versagte ihre hohe angespannte Stimme gelegentlich, wenn Noten jenseits ihres Stimmumfangs lagen. […] Als der Tanz zu Ende war, trat ein untersetzter Mann aus der Menge vor […] `Meine Damen und Herren`, rief er, `der Tanz der Verzückung. Ich möchte wetten, dass keiner von euch je ein so hübsches Ding gesehen hat. Wenn ich nun um eure Anerkennung bitten dürfte…`“
Ein so wunderschönes Buch, das ich es wärmstens empfehle.
„Fasziniert bahnte sich Marin einen Weg durch die Menge, bis er ganz vorn stand. Ihr Haar hatte die Farbe von Marzipankuchen und ihre Augen waren halb geschlossen, als wollte sie die Zuschauer ringsum ausblenden.
Sie war schön. Er konnte kaum glauben, dass sie Wirklichkeit war, das Gegenteil wäre wahrscheinlicher gewesen. Und auch irgendwie wünschenswerter.“
Ich bin mal gespannt, wie der Tanz des Blogs weiter geht.
hej, schön! das freut mich ja sehr, dass dir das buch gefällt!
viel spaß noch wünscht eine sehr kranke lara
‘in ruhe genießen’ fand ich sehr gut, auch oder v.a. für eine powerstudierende corinna