„Hänschen klein ging allein in die weite Welt hinein.
Stock und Hut stehn ihm gut, ist gar wohlgemut“
Das Suffix ‚-chen’ ist eine Form der Verkleinerung. Möchte man ein Subjekt oder Objekt in seiner Größe reduzieren, benötigt man die Endsilbe ‚-chen’ oder ‚-lein’. Steht davor einer der Vokale a, o oder u, so werden diese zusätzlich in einen entsprechenden Umlaut gewandelt.
Folglich wird aus einer Suppe ein Süppchen. Oder aus einem Klotz (am Bein) ein Klötzchen oder Klötzelein.
Und wenn man unseren ehemals auf den Namen Hans getauften Knaben diminuieren möchte, wird er eben zu einem Hänschen. Doch wie klein war er wirklich?
„Was das Hänschen nicht lernt, lernt der Hans nimmer mehr.“
Versäumt man etwas im Kindesalter zu lernen, ist es als Erwachsener schwerlich aufzuholen.
Über die körperliche Größe in Länge und Breite lässt sich nicht viel sagen. Vermutlich war er gar nicht mal so hoch geschossen, denn es heißt „Hänschen klein“.
Wir können lediglich mit großer Sicherheit davon ausgehen, dass er noch nicht das Erwachsenenalter erreicht hat.
Doch dies steht in keinerlei Verbindung zu seiner geistigen Reife. „Stock und Hut“ hier als pars pro toto für die gedankliche Dimension, über welche sich Hans bei Antritt seiner Wanderschaft durchaus bewusst sein muss. Gutes Rüstwerk. Eine ausführliche Planungsphase muss dem Reiseantritt vorausgegangen sein. Dieses Unterfangen ist nicht die augenblickliche Durchführung eines spontanen Impulses; Hans ist wohlgemut, er blickt voller Zuversicht in die Zukunft und seiner Reise gelassen entgegen.
Hier ist eine geistige Größe des Hans erforderlich, welche erst in fortgeschrittenem Entwicklungsstand erreicht wird.
Weitere Belege zur Würdigung des Hansens Intelligenz folgen. Bald hier zu lesen: „Beweinung durch die Mutter“.
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