Ein Tatsachenbericht. Immer wieder montags. Immer wieder Studioorchester.
Das Studioorchester ist eine Institution, welche es angehenden Dirigenten ermöglicht, ihr in der Theorie erarbeitetes Wissen praktisch umzusetzen. Hierzu stehen allmontagabendlich Schulmusiker des ersten bis sechsten Semesters als funktionstüchtiger Orchesterapparat zur Verfügung. Die Literatur wird dem klassischen Sektor entnommen.
Wie ist das möglich? Zugegeben: sehr schwer. Viele Schulmusiker haben als Hauptfach etwa Klavier oder gar Orgel und finden im Orchester keinen angemessenen Platz. Begehrte Orchesterinstrumente wie etwa Kontrabass, Fagott, Oboe oder Cello verirren sich nie in unsere Reihen, sondern suchen direkt das Hochschulorchester auf.
Doch wir sind Schulmusiker und jeder hat ein ungefähres Bild, was uns im Beruf erwarten wird: ein hoch motiviertes Unterstufenensemble bestehend aus einem Akkordeon, fünf Saxophonen, 4 Blockflöten, zwei Keyboards, einer Gitarre und möglicherweise noch einer Trompete. Und daraus mach mal Musik!
So macht die Not auch uns erfinderisch: ein Überschuss an Violinen lichtet sich, indem so mancher fortan Bratsche bratscht. Trompeter – auch wenn der zarte Klang gar nicht ihrem Naturell entspricht – transponieren die Hornstimmen. Flöten werden zu Oboen.
Und wir Posaunen? Wir werden geradezu fagöttert! Eben jeder, wie er es verdient. Edles Metall verdient Anbetung. Posaunen, endlich bekommt ihr, was euch zusteht.
Verbelhaft! Da Capo - da capo!
liebe grüße ausm schwobeländle. wann sieht man dich mal wieder?
jo