Wir alle kennen diesen Begriff, jeder benutzt ihn. Doch woher stammt die Wendung ursprünglich?
Der Ausdruck „Hans in den Mai“ entstand in Deutschland im Hochmittelalter um 1200 , als das Zunftwesen es empfahl, dass ein Geselle sich auf Wanderschaft begab und sein Wissen mehrte.
‚Hans’ als der Inbegriff von Reise, Wanderschaft und Weltentdeckung; der Monat ‚Mai’ als das Erwachen der Natur, sprießenden Knospen, wohlig wärmenden Sonnenstrahlen.
Gemeinsam erwecken sie ein Bedürfnis nach Befreiung, eine Atmosphäre des Aufbruchs, Lust nach Leben!
Die Mentalität des Reisens hat inzwischen eine große Wandlung vollzogen. Reisen war jahreszeitenabhängig, weite Strecken mühsam und beschwerlich, im Winter nahezu unmöglich.
Musikalisch verarbeitet wird dies in F. Schuberts „Winterreise“, einem vorhersehbaren Weg in die Verderbnis.
Jedoch wenn der Mai anbrach, wenn die Sonne ‚Strom und Bäche’ vom Eise befreite, wenn sich der Winter zurückzog und Hoffnungsglück zu grünen begann – und so ist es bis heute geblieben: dann regt sich Bildung und Streben nach Leben. Die Menschen kriechen aus ihren Häusern und füllen als buntes Gewimmel die Gassen und Gärten, die Wälder und Felder, brechen auf, wandern, laben sich an den Wundern der ersprießlichen Natur.
Einen wunderschönen ‚Hans in den Mai’!
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