Von Hänschen haben wir schon länger nichts mehr gehört, aus folgendem Grund:
In der Originalfassung des Liedes geht er zwar auch zu seiner geliebten Mutter zurück, jedoch erst nach einer Bildungsreise von 7 Jahren – er kehrt heim als Hans!
Für seine Mutter mag er vielleicht noch immer das liebe Hänschen bleiben, doch wir möchten ihn zunächst auf seiner Reise begleiten.
Warum er sich mehrere Wochen nicht gemeldet hat, oder aber ob die Post so lange für die Zustellung eines Briefes benötigt, sei dahingestellt. Endlich erhält seine Mutter ein Schreiben.
„Liebe Mutti,
aus Nordamerika sende ich Dir meine Grüße und Worte […].
Zwar erinnere ich mich gerne an die Schönheit unserer heimischen Natur, die Pflanzenvielfalt und allerlei lieb gewonnenes Getier. Was sich mir aber hier vor meinen Augen entfaltet, übersteigt doch in seiner Wunderlichkeit und Einzigartigkeit alles bisher erlebte. Welch phantastische Begebenheit wurde mir zuteil.
Ich begegnete einem Tier – man stelle es sich als eine Art Elch vor; die Einheimischen zählen es aber nicht etwa zur Gattung ‚Moose’, sondern ob seiner besonderen Eigenschaften ist es als ‚Noose’ bekannt und berühmt.
Es zeichnet sich aus durch seine 4 übermäßig langen Beinen, in der Fachterminologie ü4. Das Geweih der Elchhirsche gabelt sich in 7 unterschiedlich lange Verzweigungen, die daher auch in Kämpfen der Elchhirsche beim Aufeinanderprall unterschiedlich klingen. Da die beiden Schaufeln eines jeden Tieres zudem verschieden groß sind, erklingt meist auf jeder Geweihseite die Hälfte einer Oktave in Halbtonschritten, beide Schaufeln ergänzen sich zum zwölftönigen Total.
Und wenn ein Hirsch in der Brunftzeit ruft, beantworten paarungswillige Hirschkühe diesen Ruf im Intervall einer verminderten Quinte, sodass der Hirsch sie mittels der entstehenden Reibung leichter zu finden vermag.
Man nennt diese Elche daher ‚Tritonoose’.
Sei gegrüßt, Dein Hans.“
oh-mein-gott!
B-A-H-N-H-O-F-! schreib doch auch mal was für uns musik-unwissende was!
Hehe - Tritonoose - sehr schön!
@ B-A-H-N-H-O-F-!-lara
Hallo, der Zug ist längst abgefahren, aber wenn google und Wiki nicht weiter wissen, dann kann ein Blick in zurückliegende Beiträge hilfreich sein. Manchmal erschließen sich einem dann zumindest die Zusammenhänge. Ich empfehle Dir „Salto grammaticale“ vom 21.2.2008